Von Épernay aus zieht sich der Weinberg entlang der Marne Richtung Paris, auf steilen Hängen zu beiden Seiten des Flusses.
Der Blick der Geologin: Je weiter man nach Westen fährt, desto tiefer taucht die Kreide ab. An ihrer Stelle prägen tonige Mergel, Sande und Lehme die Oberfläche – schwerere, kühlere Böden. Und im Tal sammelt sich in Frühlingsnächten die kalte Luft: Frost ist hier ein ständiger Begleiter.
Warum Meunier? Im östlichen Teil, nahe Épernay, dominiert noch der Pinot Noir. Weiter westlich übernimmt der Meunier – und das hat einen eleganten Grund: Er treibt später aus als seine Geschwister und entgeht so häufiger den Spätfrösten. Zudem kommt er mit tonhaltigen Böden und rauerem Klima bestens zurecht.
Im Glas: Rundheit, Geschmeidigkeit, Aromen von gelben Früchten. Lange stand der Meunier im Schatten – heute zeigen immer mehr Winzer, wie viel Charakter in reinsortigen Meunier-Cuvées steckt.